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HYPNOSE
 

Hypnose oder Trance ist ein ganz natürlicher Zustand, den wir alle kennen und tagtäglich erleben, etwa wenn wir vertieft ein interessantes Buch lesen, einen spannenden Film ansehen, unseren Tagträumen nachhängen oder in anderer Weise ganz bei uns selber sind und dabei abwesend erscheinen, obwohl es uns jederzeit möglich wäre, unsere Aufmerksamkeit dem Alltag wieder zuzuwenden.


 
 

Hypnose wird seit der Frühgeschichte der Menschheit zur Heilung verwendet. Die Anwendung von Hypnose beruht immer auf Freiwilligkeit und nur im Rahmen einer vertrauensvollen Beziehung zwischen Patient und Therapeut. Hypnose bedeutet dabei weder Schlaf, noch Willenlosigkeit, Manipulierbarkeit, Lähmung, oder gar Narkose, sondern stellt einen vertieften (fokussierten) Aufmerksamkeitszustand dar, bei dem eine Einladung zu einem Dialog zwischen willkürlichen (bewussten) und unwillkürlichen (unbewussten) Prozessen angeregt wird. Therapeutische Hypnose kann Menschen darin unterstützen, in wertschätzenden Dialog mit eigenen Potentialen (Kompetenzen) zu kommen und diese zieldienlich nutzen zu lernen.


 
 

Hypnose versucht einen Beitrag dazu zu leisten, um "Heilung" im Sinne von "ganz werden", wodurch es möglich werden kann, dass "ausgegliederte" (Persönlichkeitsan-) Teile wieder angenommen oder gar integriert werden können (Angst, Depression, Schmerz, Krankheit, Wut, Trauer, ...), so dass die im "Kampf" dagegen gebundenen Kräfte und Energien in konstruktiver oder zieldienlicher Weise genutzt werden können. Hypnose kann dabei weder Wunder bewirken noch Zaubern; sie ist auch nicht dazu da unbewusst-unwillkürliche Prozesse (Belastungsgrenzen) zu manipulieren oder auszuschalten, sondern unterstützt die "Mittigkeit" eines Menschen im Sinne von Selbstverantwortung.


 
 

Problemzustände wie Angst, Panik, Schmerz, Zwang, Schuld, Scham, Depression, ... können als (i. d. R. wohl unerwünschte) Trancezustände verstanden werden, hier kann es hilfreich sein, zu lernen, sich zu "enthypnotisieren". Hypnose kann für verschiedene Zwecke eingesetzt werden, etwa zur Entspannung, Schmerzkontrolle, Vorbereitung auf Prüfungen, Stressresistenz, Angstbewältigung, Selbsterkenntnis, ...


 
 

2006 hat der wissenschaftliche Beirat "Psychotherapie" Hypnose als wissenschaftliches Verfahren anerkannt. Eine Kombination etwa der Verhaltenstherapie hat sich als besonders hilfreich erwiesen.


 

"Wenn die Seele das Sprechen verlernt hat und stumm ist, so dass der Körper über Schmerzen (und andere Symptome) zu sprechen beginnen muss, kann man nicht einfach nur die normale Sprache des gewöhnlichen Alltagsbewusstseins benutzen, sondern muss andere Formen der Kommunikation suchen." (Burkhard Peter).